Songwerkstatt

Ein Blick hinter die Kulissen

In der Songwerkstatt zeige ich anhand eines konkreten Beispiels, wie aus einem ersten Text ein fertiger Song entsteht.

Dabei geht es um Entscheidungen, musikalische Ideen, Veränderungen und manchmal auch um Versuche, die nicht zum gewünschten Ergebnis führen.

Auch wenn künstliche Intelligenz bei der musikalischen Umsetzung eine Rolle spielt, ist ein Song für mich kein Ergebnis auf Knopfdruck. Jeder Schritt verlangt neue Entscheidungen.

Hier gebe ich einen Einblick in diesen kreativen Prozess – mit all seinen Möglichkeiten und Herausforderungen.

Vom Gedanken zum Text

Am Anfang steht eine Beobachtung, ein persönlicher Moment oder eine einzelne Zeile.

Aus diesen ersten Gedanken entwickle ich Texte, die ich immer wieder überarbeite. Ich suche nach passenden Worten, verändere Formulierungen und achte darauf, dass die Aussage erhalten bleibt.

Manche Texte sind schnell fertig. Andere brauchen mehrere Anläufe, bis sie für mich stimmig sind.

Erst wenn der Text die gewünschte Richtung hat, beginnt für mich der nächste Schritt: die musikalische Umsetzung.

Wenn Worte beginnen zu klingen

Der nächste Schritt ist die musikalische Umsetzung.

Hier nutze ich KI als Werkzeug, um meine Texte musikalisch umzusetzen. Dabei experimentiere ich mit unterschiedlichen Klangrichtungen, Stimmen, Rhythmen und Arrangements.

Entscheidend ist für mich, dass Musik und Text zusammenpassen. Tempo, Stimme und Atmosphäre müssen die Aussage des Songs tragen.

Dafür entstehen oft mehrere Versionen, die ich vergleiche, verändere oder auch wieder verwerfe.

Manchmal passt es nach wenigen Versuchen. Manchmal dauert es deutlich länger.

Beispiel “Kölle - verjess ich nie”

Die Idee war schnell da:
Ein Song über Köln, über Erinnerungen und über das Gefühl dieser Stadt – geschrieben im kölschen Dialekt.

Doch die Umsetzung war alles andere als einfach.

Dialekt, Rhythmus und Aussprache mussten stimmen.
Die Stimme musste den kölschen Ton treffen.
Und der Song sollte gleichzeitig wie ein moderner Karnevalssong funktionieren.

Bis diese Mischung wirklich zusammenpasste, brauchte es über 1900 Versuche.

Immer wieder neue Versionen.
Neue Prompts.
Neue musikalische Ansätze.

Erst dann entstand die Fassung, die heute zu hören ist.

Mehr als nur ein Klick

KI ist für mich ein Werkzeug, das kreative Möglichkeiten eröffnet. Die eigentliche Herausforderung liegt darin, aus diesen Möglichkeiten den Song zu entwickeln, den ich mir vorstelle.

Dabei lässt sich eine Version, die bereits zu 80 Prozent überzeugt, nicht einfach um die fehlenden 20 Prozent verbessern.

Jeder neue Versuch erzeugt eine neue Version. Was zuvor gut funktioniert hat, kann dabei wieder verloren gehen.

Deshalb gehören Ausprobieren, Vergleichen, Verwerfen und immer wieder neue Entscheidungen zu meiner Arbeit.

Am Ende zählt für mich das Ergebnis. Und der Weg dorthin ist oft deutlich länger als ein einzelner Klick.

Und genau das macht diesen Prozess für mich so faszinierend: Ich kann vieles beeinflussen und gestalten, doch ein Stück weit bleibt jedes Ergebnis auch eine Überraschung der Technik.